Viele kennen das:

das Herz rast, der Atem wird schneller, die Muskeln verspannen sich, Gedanken wie „Ich schaff´ das nicht“ oder „Ich muss schneller, effizienter sein“ kreisen unaufhörlich im Kopf.

 

Über die Zeit haben viele durch Erziehung und Beruf lernen müssen, was Spannung bedeutet und wie man darunter zu funktionieren hat.

„Reiß` dich zusammen“, „Streng dich an“, „tu was“ sind scheinbar zu den wesentlichen Leitsätzen des Lebens geworden.

Zweifellos sind mit willensmäßiger Anspannung große Leistungen zu erzielen, manche Menschen scheinen gerade in solchen Situationen über gewaltige Kraftreserven zu verfügen. Hält die Spannung aber zu lange an, ist das Gleichgewicht gestört.

 

 

Menschen die zu lange unter starker Anspannung leben, leiden unter verschiedensten Beschwerden zu denen unter anderem Symptome wie Erschöpfungszustände, Schlafstörungen, Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, Herz- Kreislaufstörungen, Magen-Darm-Probleme, Spannungskopfschmerz, Schwindel, etc. gehören. Ganz zu schweigen von psychoreaktiven Erscheinungen wie Nervosität, Gereiztheit, Grübeln, Absinken des Selbstwertgefühles und der Motivation, Ängste bis hin zu deutlichen depressiven Verstimmung.

Mit Aufkommen der Stressforschung wurde die Über-Spannung in zunehmendem Maße als Ursache vieler psychischen und körperlichen Erkrankungen belegt.

Mit dieser Einsicht kamen Entspannungsverfahren mehr Anerkennung und Bedeutung zu. Zurückblickend auf Jahrzehnte intensiver Erforschung verschiedenster Entspannungsmethoden, gilt es gegenwärtig gesichert, dass Entspannung ein wirkungsvolles und vor allem nebenwirkungsfreies Hilfsmittel gegen Stress ist.

Die beiden am häufigsten angewandten Entspannungsverfahren im mitteleuropäischen Bereich sind das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung.

Das allgemeine Ziel beider Entspannungsmethoden ist den persönlichen Rhythmus wieder zu finden und Balance zwischen Aktivität und Passivität zu entwickeln.